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DPU (Delivered at Place Unloaded)

DPU ist die einzige Incoterm-Klausel, bei der der Verkäufer die Ware am Bestimmungsort nicht nur bereitstellt, sondern auch entlädt, inklusive des Risikos während dieses Entladevorgangs. Dieser Artikel erklärt, warum das für Verkäufer ohne eigene Entladekapazität riskant ist, und wo OBC ONE bei einer einzelnen zeitkritischen DPU-Sendung tatsächlich helfen kann.

Article overview

DPU (Delivered at Place Unloaded, geliefert benannter Ort entladen) ist die einzige der elf Incoterms 2020, bei der der Verkäufer die Ware am Bestimmungsort auch tatsächlich entladen muss, ein Punkt, den auch DHL Freight in seiner Übersicht der Incoterms 2020 Regeln hervorhebt. Das Risiko geht erst nach vollständiger Entladung auf den Käufer über, der Verkäufer trägt es also während des gesamten, oft heiklen Entladevorgangs selbst. DHL rät ausdrücklich zu DAP, wenn der Verkäufer dieses Risiko und diese Kosten nicht übernehmen will.

Was die Entladepflicht bei DPU konkret bedeutet

  • Der Verkäufer trägt Kosten und Risiko bis zur vollständigen Entladung am benannten Bestimmungsort, nicht nur bis zur Bereitstellung wie bei DAP.
  • Der benannte Ort muss nicht mehr ein Terminal sein, seit 2020 kann es jeder vereinbarte Ort sein, an dem der Verkäufer physisch entladen kann.
  • Der Verkäufer muss vorab sicherstellen, dass er die Entladung am benannten Ort tatsächlich sicher organisieren kann, sonst ist DPU die falsche Wahl.

Warum das Entladerisiko bei DPU für Verkäufer real riskant ist

Anders als bei allen anderen Incoterms liegt bei DPU ein physischer, oft unterschätzter Arbeitsschritt vollständig beim Verkäufer.

  • Fehlt am Bestimmungsort die passende Entladeausrüstung, etwa ein Gabelstapler oder eine Rampe, muss der Verkäufer diese selbst organisieren oder beauftragen.
  • Kommt es während der Entladung zu einem Schaden, trägt der Verkäufer dieses Risiko, da die Lieferung erst nach vollständiger Entladung als erfüllt gilt.
  • Wollen die Parteien dieses Risiko vermeiden, empfiehlt sich stattdessen DAP, dort endet die Verkäuferpflicht bereits bei der entladebereiten Bereitstellung.

Warum ein Onboard Courier die Entladepflicht bei DPU nicht übernehmen kann

Das ist der ehrliche Punkt, den wir offen ansprechen: Ein Onboard Courier ist keine Entladeausrüstung und übernimmt keine Fracht mit Gabelstapler oder Kran. Bei größeren DPU-Sendungen mit echtem Entladebedarf bleibt die physische Organisation der Entladung Sache des Verkäufers, unabhängig davon, wie schnell ein einzelnes Teil bewegt werden kann.

Wo OBC ONE bei einer DPU-Sendung tatsächlich hilft

  • Ein einzelnes, handtragbares Teil, bei dem Zustellung und Übergabe an den Käufer bereits die vollständige Entladung im Sinne von DPU darstellen, ganz ohne Gabelstapler oder Rampe.
  • Ein zeitkritischer Ersatz, wenn ein Teil der ursprünglichen Sendung während der Entladung beschädigt wurde und schnell ersetzt werden muss.
  • Dokumente rund um die Entladung, etwa ein Übergabeprotokoll, das fristgerecht zwischen den Parteien ausgetauscht werden muss.

Wie OBC ONE ein einzelnes DPU-Teil zustellt und entlädt

Ein typischer Einsatz läuft in sechs Schritten mit OBC ONE, die sich meist überschneiden, um Zeit zu sparen.

  1. Anfrage und Angebot. Sie teilen mit, was fehlt, wohin es muss und bis wann. OBC ONE liefert ein Komplettangebot in unter 15 Minuten.
  2. Kuriereinsatz. Ein geprüfter Kurier in der Nähe des Ursprungsorts wird sofort losgeschickt.
  3. Sichere Abholung. Das Teil wird direkt beim Absender abgeholt und geprüft.
  4. Persönliche Begleitung während des Transports. Der Kurier trägt das Teil in der Kabine mit sich, bei jeder Zwischenlandung.
  5. Direkte Übergabe und Entladung. Die Übergabe an den Käufer erfolgt persönlich vor Ort, damit ist die Entladung im Sinne von DPU vollzogen.
  6. Zustellnachweis. Eine zeitgestempelte Bestätigung für Ihre Unterlagen.

Warum Speditionen bei DPU-Sendungen auf OBC ONE setzen

Die Wahl des richtigen Partners für ein einzelnes, dringend benötigtes Teil beginnt beim Geschäftsmodell. Viele spezialisierte Kuriere verkaufen direkt an Endkunden, was sie in Konkurrenz zu den Speditionen bringt, die sie eigentlich beauftragen würden. OBC ONE ist bewusst anders aufgebaut: wir arbeiten ausschließlich für und mit Speditionen und zeitkritischen Abteilungen. Wir gehen niemals direkt auf Ihre Kunden zu und stehen nie in Konkurrenz zu Ihnen.

Dieses Partnermodell basiert auf echter operativer Erfahrung. OBC ONE wurde von einem Onboard Courier gegründet, der selbst über sechs Jahre rund drei Millionen Kilometer geflogen ist, so versteht das Netzwerk genau, wo bei einer DPU-Sendung echte Hilfe möglich ist und wo die physische Entladung größerer Fracht allein Sache des Verkäufers bleibt. Speditionen setzen auf uns, weil wir liefern:

  • Ein Komplettangebot in unter 15 Minuten, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
  • Über 1.500 geprüfte Kuriere, positioniert an wichtigen Drehkreuzen weltweit.
  • Echte Tür-zu-Tür-Abdeckung, mit Ein- und Ausfuhrverzollung sowie Importer-of-Record-Service in den meisten Märkten.
  • IATA-zertifizierte Gefahrgut-Kompetenz für Sendungen, die das erfordern.
  • Eine Spezialisierung, Onboard Courier und Hand Carry für zeitkritische Einsätze, auf höchstem Niveau.

Wie Sie den richtigen Partner für eine DPU-Sendung auswählen

  • Ehrliche Einschätzung, was ein Onboard Courier bei DPU tatsächlich leisten kann, statt falscher Versprechen zur Übernahme des Entladerisikos bei größerer Fracht.
  • Schnelle, transparente Angebote, idealerweise mit einem namentlich benannten Disponenten.
  • Echte Netzwerkdichte an wichtigen Drehkreuzen, damit der Kurier nicht erst selbst anreisen muss.
  • Erfahrung mit persönlicher Übergabe als Entladenachweis, wichtig für die saubere Dokumentation nach DPU.
  • Ein reines Speditions-Partnermodell, damit Ihr Lieferpartner nie zur Konkurrenz wird.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet DPU genau?

DPU (Delivered at Place Unloaded, geliefert benannter Ort entladen) bedeutet, dass der Verkäufer die Ware am Bestimmungsort nicht nur bereitstellt, sondern auch entlädt.

Was unterscheidet DPU von DAP?

Bei DAP endet die Verkäuferpflicht bei der entladebereiten Bereitstellung, bei DPU trägt der Verkäufer Kosten und Risiko bis zur vollständigen Entladung.

Warum wird DPU manchmal als riskant für Verkäufer beschrieben?

Weil der Verkäufer während des gesamten Entladevorgangs das Risiko trägt und dafür am Bestimmungsort selbst über passende Entladekapazität verfügen muss.

Kann ein Onboard Courier die Entladepflicht bei DPU übernehmen?

Nur bei einzelnen, handtragbaren Teilen, bei denen die persönliche Übergabe bereits die Entladung darstellt, nicht bei Fracht, die Gabelstapler oder Kran benötigt.

Verkaufen Sie direkt an Verlader oder Käufer?

Nein. OBC ONE arbeitet ausschließlich für und mit Speditionen und zeitkritischen Abteilungen. Wir agieren als White-Label-Partner und gehen nie direkt auf die Kunden unserer Kunden zu.

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